Im Jahre 1080 begann alles mit der Einreise der Wirtemberger in die Region des Remstales. Ein paar Jahre später vermählten sich Luitgard von Beutelsbach und einem Manne aus dem Hause Wirtemberg. Ein Nachkomme, Konrad von Wirtemberg wurde erstmals 1092 urkundlich erwähnt. Es muss angenommen werden, dass dies ein Sohn derer beiden war, was aber noch genauer rescherchiert wird!
Der Name von Wirtemberg geht auf die Stammburg auf dem Rotenberg bei Untertürckheim zurück. Den Grafentitel erhielten sie im Jahre 1136. Grossen Besitz hatten sie nicht und politisch waren sie auch nicht sehr einflussreich.
Durch Erbe, Heirat, zukäufen und kriegerischen Eroberungen wurde aber der Aufstieg der Wirtemberger voran getrieben, besonders im Remstal.
Graf Ulrich I. (1241-1265) vergrösserte die Grafschaft gewaltig, indem er nach dem Jahre 1246 Ländereien vom Grafen von Urach, z.b. Urach selbst, Münsingen, Nürtingen und Pfullingen erwirbt. Zudem Stuttgart nach Einheirat nach Baden ebenso zu erster Grösse verhilft. Stuttgart wird auch das erste Mal befestigt. Die Städte Leonberg, Waiblingen Schorndorf gehen ebenso auf seine Egide zurück!
Unter Graf Eberhard I. wird die Stammburg der Wirtemberger in einem Krieg gegen die Habsburger zerstört und die Verwaltung fällt Esslingen zu. Das dauert aber nur bis zum Jahre 1313 und wird durch die Gebiete Backnang, Neuffen, Göppingen und die Burgen Hohenneuffen, Hohenasperg und Hohenstaufen erweitert.
1321 wird Stuttgart der Regierungssitz nach der Zerstörtung des Stifts Beutelsbach. Der Chor der Stiftskirche und das Alte Schloss werden gebaut.
In der Zeit von 1325 – 1417 werden unter den Grafen Ulrich III., Eberhard II. und Eberhard III. das Gebiet durch das Gebiet der Teck, Wimpfen Vaihingen/Enz und Riquewihr im Elsass vergrößert. Zugekauft werden die Stadt Tübingen samt der umliegenden Ländereien, Markgröningen, Böblingen, Sindelfingen, Herrenberg und Lorch.
Am 23.8.1388 gab es eine grosse Bedrohung, die in der Schlacht um Döffingen von Graf Eberhard II. ,an der Spitze seiner Truppen, abgewehrt wurde. Die Reichsstädte wurden vernichtend geschlagen.
Einen Verlust musste Eberhard aber auf sich nehmen. Sein einziger Sohn Ulrich fiel.
Schon mehr als 20 Jahre vorher konnte Eberhard II. , nach einem Überfall des Ritterbundes der Schlegler, deren Anführer der Graf von Eberstein war, fliehen. Ein Hirte half ihm zur Flucht von der Burg Zavelstein.
Sein Nachfolger Eberhard III bezwang dieselbigen im Jahre 1395 nochmals bei Heimsheim, dem eigentlichen Zuhause des Ritterbundes.
Eberhard III heiratete 1380 Antonia Visconti, womit der die Bande nach Italien geschlossen war. Es war zudem die erste Heirat eines Württembergers mit einer Frau aus Italien oder Frankreich. Sein Nachfolger Eberhard IV heiratete 1409 Gräfin Henriette von Mömpelgard. Antonia Visconti begründete mit dem anlegen von Baum- und Pflanzenkulturen den Schlossgarten am Alten Schloss in Stuttgart. Er wurde somit zum berühmtesten und grössten Garten Süddeutschlands.
Die erste Orgel brachte sie zudem nach Stuttgart.
Mömpelgard (oder Montbéliard) blieb von 1409 bis 1793 ein wichtiger Teil Württembergs.
Das zeigt sich auch im späteren Herzogswappen. In diesem sind enthalten die Hirschstangen für Württemberg, für die Teck Rauten, die Reichssturmfahne und für die Grafschaft Montbéliard Fische.
Bis 1803 war dies nun das vormalige Ende des Territoriums Württembergs. Es reichte von Möckmühl in der Hohenlohe bis Ebingen auf der Alb, von Freudenstadt im Schwarzwald bis Heidenheim an der Brenz.
Nach dem Tod Eberhards IV wurden die Regierungsgeschäfte von seiner Witwe und sogenannten Regentschaftsräten übernommen, da seine Söhne Ludwig I und Ulrich V noch minderjährig waren.
1426 wurde Ludwig I mit 14 Jahren als volljährig erklärt und seine erste Amtshandlung war am 4.11.1426 für sich und seinen Bruder die Einigungen mit den Reichsstädten zu bestätigen. In den ersten beiden Jahren seiner Regentschaft wurde er Schirmherr vom Kloster Herrenalb und der Stadt Billingen. Er bekam von Kaiser Sigismund ein Reichslehen und Lehen in Böhmen.
1428 sollte die Halbschwester seines Vaters Elisabeth, sich mit Albert III von Bayern vermählen und als ihr Erbe sollte die Stadt Göppingen und deren Burg dienen. Da Elisabeth die Hochzeit aber abbließ und Johann von Werdenberg heiratetet, musste Ludwig die im Ehevertrag beschlossene Strafe zahlen, falls es nicht zur Heirat kommt.
Im Jahre 1433 wurde auch Ulrich I volljährig und in Basel wurden beiden vom Kaiser ihre Freiheiten bestätigt.
Nachdem Ludwig I Margarete von Kleve geheiratet hatte wurde Württemberg am 23.4.1441 geteilt. Im Vertrag von Nürtingen am 25.1.1442 wurde es dann schriftlich festgehalten. Ludwig erhielt den südlichen und westlichen Teil inklusive Gebiete im Elsass und 1444, nach dem Tod Henriettes von Mömpelgards auch die Grafschaft Mömpelgard. Urach wurde neben Stuttgart zur zweiten Residenzstadt und ein neues Residenzschloss wurde gebaut, welches bis heute als Residenzschloss bekannt ist.
Nach der Teilung ging er Bündnisse mit den Wittelsbachern und Habsburgern ein. Auf grund dessen unterstützte er auch Österreich im Kampf gegen die Eidgenossen. Im Jahr 1450 starb er an der Pest.
Ulrich I bekam den östlichen und nördlichen oder auch stuttgarter, Teil Württembergs inklusive dem Remstal und dem mittleren Neckartal.
Auch Ulrich unterstützte die Habsburger 1444 im Kampf gegen die Eidgenossen.
Er verbündete sich mit Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg, Dietrich Schenk von Erbach (Mainzer Erzbischoff) und dem Markgrafen Jakob I von Baden und ging in den nächsten Jahren mit ihnen gegen die Reichstädte vor. Dieses Bündnis war auch als Mergentheimer Bund bekannt.
Es kam zu einer Fehde von Albrecht mit der Reichsstadt Nürnberg und Ulrichs mit Esslingen. Aber Ulrich konnte, trotz einiger Siege gegen Esslingen und andere Reichsstädte keinen grossen Nutzen daraus ziehen.
Nach dem Tod seines Bruders bekam Ulrich die Vormundschaft über seine zwei Neffen Ludwigs II und Eberhard V (später auch Eberhard im Barte) zugesprochen. Beide waren Grafen von Württemberg-Urach. Auch Kurfürst Friedrich I von der Pfalz wollte die Vormundschaft, wohl um die Grafschaft zu erhalten.
Ludwig II verstarb im Jahre 1457 und zwei Jahre später wurde auch die Vormundschaft gegenüber Eberhard V gelöst.
1458 lies Ulrich die Burg Widdern, welches Lehnen von Pfälzern war, zerstören und aufgrund dessen kam es Streitigkeiten mit Friedrich I von der Pfalz. Es kam zu zwei Bündnissen. Auf der einen Seite Ulrich I zusammen mit Albrecht Achilles von Brandenburg und Kaiser Friedrich III. Auf der anderen Seite Albrecht VI von Österreich, Kurfürst Friedrich I von der Pfalz und Herzog Ludwig IX von Bayern-Landshut.
In den folgenden Jahren kam es zur Mainzer Stiftsfehde, Schlacht von Seckenheim in der die Allianz um Ulrich geschlagen und gefangen genommen wurde. Ulrich selbst kam nach einem letzten Zweikampf mit Hans von Gemmingen in Gefangenschaft und wurde nach einer Lösegeldzahlung am 27.4.1463 nach Stuttgart entlassen.
Zehn Jahre später gab es einen Vertrag zwischen Ludwig I und Eberhard V der schon damals auf eine Wiedervereinigung von Württemberg-Stuttgart und Württemberg-Urach hinzielte. Eberhard V unterstützte Ulrich auch im Kampf gegen seinen eigenen Sohn Eberhard VI. Dadurch gewann Eberhard V Einfluss im Bereich von Ulrich I.
Eberhard V war auch der letzte Graf Württembergs, was im Herzogtum Württemberg endete...
Aktualisiert (Montag, den 31. Januar 2011 um 17:26 Uhr)













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